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| Update: 19.04.2004 | ||||
Geboren wurde Wilhelm Kreis am 17.03.1873 in Eltville im Rheingau als sechstes von neun Kindern. Nach dem Besuch des Realgymnasiums in Wiesbaden begann W. Kreis ein Studium der Architektur an der Technischen Hochschule in München (1892-94). Besonders beeinflusst hat ihn nach eigenen Angaben August Thiersch, der antike Baukunst unterrichtete. Nach dem Vordiplom wechselte Kreis über Karlsruhe an die Technische Hochschule nach Charlottenburg (bei Berlin). Der erste eingereichte Wettbewerbsbeitrag für das monumentale Völkerschlachtdenkmal des erst 23-jährigen Architekten wurde mit dem 1. Preis belohnt (ausgeführt wurde der Entwurf von Bruno Schmitz). Insbesondere die hervorragende Zeichentechnik (Architekturdarstellungen) von Kreis war einzigartig unter den deutschen Architekten. Beim Wettbewerb der deutschen Studentenschaft für Bismarck-Feuersäulen wurden alle 3 Entwürfe (aus über 300 eingereichten Entwürfen) von Kreis mit den ersten drei Platzierungen belohnt. Nach seinem Entwurf "Götterdämmerung" wurden 47 Bismarcktürme gebaut. Weitere Bismarcktürme von Kreis nach anderen Entwürfen folgten. Trotz der zu dieser Zeit aufflammenden Jugendstilbewegung blieb Kreis durch Betonung der Baukörper, Zusammenfassung der Flächen und Reduktion der Stilformen bei der Monumentalarchitektur. Von 1902 bis Juni 1908 unterrichtete Kreis "Raumkunst" an der Dresdener Kunstgewerbeschule. Am 01. Juli 1908 wechselte Kreis auf Vorschlag des Architekten Fritz Schumacher zur Düsseldorfer Kunstgewerbeschule. Nach dem ersten Weltkrieg errichtete W. Kreis das erste deutsche Hochhaus in Düsseldorf und nahm an fast allen bedeutenden Hochhaus-Wettbewerben als Architekt oder Preisrichter teil. 1926 wurde Kreis Leiter der Architekturabteilung an der Dresdener Kunstakademie. 1927 - 1930 wurde das Deutsche-Hygiene-Museum nach dem Entwurf von Kreis errichtet. In der Zeit des 3. Reiches wurde Kreis zum Ehrenpräsidenten des BDA ernannt. Unglücklicherweise stellte sich Kreis ab 1933 (nach seinem 60. Geburtstag) in den Dienst des NS-Regimes und baute ein Weltkriegsmuseum und weitere Bauten für das NS-Regime. Die letzte Wandlung vollzog sich 1945, als er sich auf die Wirtschaftwunderarchitektur der Adenauerzeit umstellte. Er baute u.a. die Landeszentralbank in Dortmund sowie Wohnanlagen, Reihenwohnhäuser, Hotels usw. Wilhelm Kreis starb am 13.08.1955 in Bad Honnef am Rhein. Weitere detaillierte Informationen über Wilhelm Kreis (incl. umfangreiches Werkverzeichnis mit vielen Abbildungen) in Links: __________________________________________________________________________________ |
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