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Update: 06.01.2012
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| Vom Bergpavillon zum Bismarckturm Der Bismarckturm in Lahstedt-Oberg Bauplanung Im Jahr 1914 plante Rittergutsbesitzer Hugo Leßmann aus Anlass des 100. Geburtstages des ehemaligen Reichskanzlers in der Gemarkung Oberg den Bau eines privaten Bismarckturmes. Bereits vor Juli 1914 wurden die Vorbereitungen für den Turmbau auf seinem Grund und Boden (Lahberg, 110 m über NN) durchgeführt. Vormals stand an dieser Stelle ein Bergpavillon. Ein von Rittergutsbesitzer geplantes Heimatfest zur Einweihung im Frühjahr 1915 (wahrscheinlich am 01.04.1915) konnte wegen des Kriegsausbruches nicht durchgeführt werden. Das für dieses Fest zurückgelegte Geld verwendete er nach dem Krieg für den Bau eines Krieger-Denkmals für die Gefallenen des Dorfes (nicht mehr erhalten). Der Bauplatz auf dem Lahberg ist die höchste Erhebung des Landkreises Peine (110 Meter über NN). Die Gesamtbaukosten von 7.200 Mark wurden komplett von Hugo Leßmann übernommen. Bauarbeiten Der Bismarckturm wurde von Baumeister Otto Lege aus Groß Lafferde auf dem Lahberg errichtet. Als Baumaterial wurde Sandstein verwendet. Turmbeschreibung (zur Zeit der Einweihung) Der 11,2 m hohe (Gesamthöhe mit Windmast 18 m) Aussichtsturm mit Befeuerungsmöglichkeit mit neugotischen Elementen hat einen runden Grundriss. Das Bauwerk hat einen Durchmesser von 5 m (inkl. Strebepfeiler). Über eine Treppe mit zwei Stufen erreicht man auf der Nordwestseite den 0,5 m hervorstehenden Eingangsbereich des Turmes, der aus einem bis zu 4,29 m hohen und 2,35 m breiten Vorbau mit Giebeldach besteht. Die Eingangstür (0,37 m über Bodenniveau) hat eine Größe von 2,37 m x 1,27 m und ist von einem 1 m hohen Spitzbogen bekrönt. Im Feld des Spitzbogens ist die Inschrift ANNO eingeschlagen. Der Turmschaft ist, außer auf der Eingangsseite, umlaufend von fünf je 3,22 m hohen und 0,22 m hervorstehenden Strebepfeilern umgeben, die jeweils einen Abstand von 1,75 m haben. In 1,18 m Höhe des Turmschaftes umläuft ein 0,22 m hohes Gesimsband den Turm, nur unterbrochen vom Eingangsvorbau und den Strebepfeilern. Oberhalb der Giebelspitze des Vorbaus sind am Turmschaft die Inschriften BISMARCK untereinander auf zwei glatten Sandsteinplatten eingeschlagen. Oberhalb der Inschriften sorgt ein schmales, leicht spitzbogiges Fenster für Licht und Belüftung. Die leicht auskragende Zinnenaussichtsplattform ist von einem ebenfalls zinnenbesetzten Aufsatz mit Feuerschale bekrönt. In Höhe der Auskragung ist an zwei Seiten je ein Wasserspeier angebracht. Über 47 Stufen ist die Aussichtsplattform zu erreichen. Der Austritt auf die runde Plattform erfolgt im kleinen, mittigen Rundturm auf der Eingangsseite. Auf der Plattform (Eingangsseite) ist eine ca. 7 m hohe Wetterfahnenstange angebracht. Auf der Wetterfahne sind die Initialen „HL“ (Hugo Leßmann) zu lesen. Turmgeschichte Im 2. Weltkrieg diente der Turm als Befehlsstand einer Flugabwehrstation auf dem Lahberg. Im Jahr 1952 erhielt das Dorf Oberg zum 800-jährigen Bestehen ein Ortswappen, auf dem der Bismarckturm abgebildet ist. Nach der Gebietsreform am 01.02.1972 ging Oberg neben anderen Ortschaften in der neu gegründete Stadt Lahstedt auf. Nach dem Krieg war der Turm bis Ende der 1980er Jahre nicht zugänglich, der Eingang war zugemauert. Im Jahr 1989 wurde der Bismarckturm auf Initiative des 1987 gegründeten Heimat-Vereins Oberg e.V. zum Baudenkmal erklärt. Nach langjährigen Arbeiten, die durch finanzielle Spenden und ehrenamtliche Hilfe getragen wurden, konnte der Bismarckturm frisch saniert am 25.08.1995 wiedereröffnet werden. Die Vermauerung des Eingangs wurde entfernt und eine neue Holztür eingesetzt. Der Feuerschalenaufsatz wurde erneuert und ist seitdem ohne Zinnen. Heute ist das Bauwerk auf dem Lahberg das Oberger Wahrzeichen. Links Öffnungszeiten (grundsätzlich in jedem Jahr) Feste Öffnungstermine: 1. Mai, Christi Himmelfahrt (Feiertag im Mai / Juni), der 4. Sonntag im August (mit Bewirtung, Gottesdienst und Attraktionen), der 2. Sonntag im September am Tag des offenen Denkmals sowie an vier weiteren Sonntagen im Jahr. Feste Öffnungstermine 2012: Termine für Besichtigungen (auch Einzelpersonen) beim Heimatverein Oberg: Quellen - Seele, Sieglinde: Lexikon der Bismarck-Denkmäler, Imhof-Verlag Petersberg, 2005, S. 241 Fotografen - Lars Lenzner, Hückeswagen (Juni 2007) |
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