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Update: 09.12.2010
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| Von der Bismarckwarte zum Friedensturm Die Bismarckwarte in Weinböhla Kulturtechniker und Rittergutsbesitzer Carl Wilhelm Wießner aus Weinböhla regte am 27.08.1901 den Bau dieser Bismarckwarte in Weinböhla an. Dazu stiftete er die finanziellen Mittel in Höhe von 7.500 Mark. Als Standort der Bismarckwarte wählte man den höchsten Punkt der Umgebung, eine Anhöhe an der Wilhelm-Wießner-Straße, aus. Als ausführenden Architekten beauftragte er Hermann Kannegießer aus Weinböhla, der die gesamte Anlage aus Bruch- und Ziegelsteinen erbaute. Über dem Eingang (Westseite) wurden eine Inschrifttafel aus Sandstein, darüber die Jahreszahl "1903" und ein Bismarckmedaillon in Bronze, hergestellt vom Bildhauer Heinrich Fischer aus Weinböhla, angebracht. Auf der Sandsteintafel war zu lesen: "Des Fürsten Bismarck Ruhm verkündet, Über eine Treppenanlage mit 16 Stufen auf der Westseite erreicht man die 2,50 m hohe Terrassenanlage, die von einer Brüstung mit acht Zinnentürmchen (davon sechs mit Spitzhaube, zwei "Schachtürme" an der Treppenanlage) eingefasst ist. Als Schmuck trug jeder dieser Zinnentürme das Wappen eines der acht größten deutschen Staaten. Über die Terrasse kommt man über weitere fünf Stufen zum oberen (westlichen) Eingang der Bismarckwarte. Auf der gegenüberliegenden Seite (Ostseite) gelangt man in den unterkellerten Bereich der Anlage. Bis zur ersten Ebene (Terrasse) führt eine rechtsdrehende Treppe (Breite: 1,08 m) mit zwanzig Stufen. Über weitere 49 Stufen erreicht man die obere Aussichtsebene des Rundturmes (2,90 m breit, 2,05 m hoch). Im 2. Weltkrieg wurde die Anlage stark beschädigt. Zeitweise wurde das Bauwerk "Hoher Turm" genannt. Erwin Schäfer aus Weinböhla finanzierte die dringend notwendige Sanierung des Turmes im Jahre 1956. Die bautechnischen Arbeiten wurden von Baumeister Herbert Marx durchgeführt. Die Bismarckwarte wurde nach erfolgter Sanierung im Rahmen einer Feier am 07.07.1956 in "Turm des Friedens" umbenannt. Alle Hinweise auf Otto von Bismarck wurden beseitigt. Für das entfernte Bismarck-Medaillon wurde eine Widmungstafel mit der Inschrift Frieden!/Erbaut 1903/Wilh. Wiesner/Erneuert 1956/Erwin Schäfer am Turmschaft angebracht. In den 1970er und 1980er Jahren wurde der Turm durch Vandalismus beschädigt, sodass sich im Jahre 1988 Weinböhlaer Bürger engagierten, die Anlage weiter zu erhalten. Mit Hilfe einiger Bürger und Handwerksbetriebe aus Weinböhla konnte das Bauwerk bis August 1992 saniert und wiedereröffnet werden. Am 14.09.2003 wurde das Turmjubiläum feierlich begangen. Wegbeschreibung: Aus Richtung Meißen: Aus Richtung Dresden: Der Schlüssel für den Turm kann zwecks Besichtigung an folgenden Stellen ausgeliehen werden:
Eintritt: 1 € Links: Dank an Marco Barnebeck aus Zwickau für Fotos (März 2003) und Wegbeschreibung! Dank an Ralph Männchen aus Dresden für Fotos (Januar 2005) |
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