Update: 09.02.2006
Vom Stadtberg- zum Bismarckturm
Der Bismarckturm in Hildburghausen

Im Jahr 1882 wurde dieser Turm vom heimischen Verschönerungsverein als Stadtbergturm auf dem 496 m hohen Stadtberg erbaut. Entworfen wurde der Turm vom Künstler Plato Ahrens aus Hildburghausen, die Maurerarbeiten führte die Fa. Siegmund Leffler aus.

Am 01.04.1905, zu Bismarcks 90. Geburtstag, wurde der Aussichtsturm im Zuge der Bismarck-Verehrung offiziell in Bismarckturm umbenannt und mit einer Feuerschale versehen.

Es handelte sich hierbei um eine runde Feuerpfanne aus Schmiedeeisen (Durchmesser: 2 m, Kosten: 30 Mark), die mit Torf und Petroleum befeuert wurde. Der Torf wurde pyramidenförmig auf der Feuerschale aufgeschichtet, mit Petroleum getränkt und entzündet. Zusätzlich wurde etwas Naphthalin (aus Steinkohlenteer gewonnener Kohlenwasserstoff) zugesetzt.

Links vom Eingang wurde 1908 ein bronzenes Bismarck-Relief von Bildhauer Professor Ferdinand Lepcke aus Berlin angebracht. Über eine Wendeltreppe gelangt man zum Bismarck-Gedenkraum. Eine weitere Treppe führt vom Bismarck-Gedenkzimmer zum darüberliegenden Turmzimmer mit vier Aussichtsbalkonen und zur obersten Zinnenaussichtsplattform auf der Turmspitze.

Nach einer Sanierung im Jahr 1957 wurde das Gelände auf dem Stadtberg 10 Jahre später zum Sperrgebiet erklärt, da die Sowjets eine Radarstation errichteten (1991 zogen die sowjetischen Truppen ab). Der Turm war in dieser Zeit für Besucher gesperrt.

Ab 1997 begannen die Sanierungsarbeiten am maroden Turm, die größtenteils von privaten Spendern finanziert wurden. Am 03.10.1998 wurde der Bismarckturm feierlich wiedereröffnet (Feuerschale und Bismarck-Relief fehlen). Das ursprüngliche Bismarck-Relief (ca. 80 cm x 100 cm) von Ferdinand Lepcke, welches seit Jahrezehnten nicht am Turm war, wurde zwischen 1999 und 2003 etwas oberhalb der Eingangstür wieder angebracht. Am Turm wurde auch ein Wappen der Stadt Hildburghausen angebracht.

Zuletzt folgte am 17.11.2000 der Abschluss der Endmontage der Dachkonstruktion (wetterfeste Holz-Haube, getragen von einer Stahl-Konstruktion, s. Foto oben rechts). Die 32 Zinnen der Brüstung blieben erhalten.

Über insgesamt 7 Stufen zur Metall-Eingangstür und dann über 42 Steinstufen und 21 Metallstufen einer Wendeltreppe gelangt man zur Aussichtsplattform aus Beton (Durchmesser ca. 4,2 m).

Öffnungszeiten:
Der Schlüssel zum Turm ist seit Juni 2005 im nahen Reiterhof zu entleihen.

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Dank an Wolfram Regner aus Ingolstadt (s. links, ohne wetterfeste Haube im Jahr 2000), an Bernd Keinert aus Rothenstein/Jena für Koordinaten. und an Sieglinde Seele aus Mannheim.

Foto Bismarckturm Hildburghausen 2003
Foto Bismarckturm Hildburghausen ohne wetterfeste Haube im Jahr 2000