Update: 11.07.2007

Altvaterturm ersetzt gesprengten Bismarckturm
Der Bismarckturm in Lehesten

Der Vorsitzende des Thüringerwald-Zweigvereins in Lehesten, Hotelier L. Munzer, regte den Bau dieses Bismarckturmes auf dem 793 m hohen Wetzstein an. Der Entwurf zu diesem Aussichtsturm ohne Feuerschale stammt vom Baumeister Joseph Houzer aus Nürnberg und Regierungsbaumeister Professor Albert Neumeister aus Karlsruhe. Baumeister Joseph Houzer übernahm die Bauleitung dieses Projekts.

Die ursprünglich für den 01. April geplante Grundsteinlegung musste wegen hohen Schnees auf den 08. April verlegt werden.

Auf dem Fundament erhob sich ein 5 m hoher quadratischer Sockel aus Quarzit-Bruchsteinen, der in einer Höhe von 2,65 m in ein regelmäßiges Achteck überging. Die 15,8 m hohe Turmsäule auf diesem Sockel wurde aus lederfarbenen Greppiner Radialsteinen gefertigt.

Vor dem Eingang wurde ein Vorbau aus Bruchsteinen mit Schieferdach angelegt. Über der Eingangstür war in einem Halbbogen aus grün glasierten Steinen (Durchmesser 2,5 m) ein bronzenes Bismarck-Relief (Entwurf: Professor Neumeister aus Karlsruhe) angebracht, welches von zwei Wappen (Meiningen und Lehesten) flankiert war. Auf einer Schieferplatte war mit goldener Aufschrift "Wetzstein" und "TH. W.V." zu lesen.

Über eine Wendeltreppe mit 110 Stufen (35 Granitstufen, 75 Eisenstufen) erreichte man die Zinnenaussichtsplattform.

Vom 20. Juli 1902 bis 31. März 1903 wurde das Bauwerk von über 1.200 Besuchern erstiegen. Fünf Schlüsselstationen (Lehesten, Lauenhainer Ziegelhütte, Herrschaftsbruch, Brennersgrün und Rötterdorf) wurden eingerichtet, bei denen sich interessierte Besucher gegen 1 Mark Pfand den Turmschlüssel ausleihen konnten.

Der Turm wurde am 27.06.1979 gesprengt.

Am ehemaligen Turmstandort, 100 m hinter der Wetzsteinhütte, wurde eine kleine Aussichtskanzel (ca. 1 m hoch) aufgestellt.

Am 28. Mai 1999 wurde nur wenige Meter vom ehemaligen Turmstandort der Bau eines neuen Aussichtsturmes (Altvaterturm) begonnen. Das Richtfest für diesen 32,8 m hohen Aussichtsturm aus Buntsandstein fand unter großer Besucherbeteilung im Mai 2002 statt. Der Altvaterturm wurde, aufgrund von Bauverzögerung wegen Insolvenz des Generalunternehmers, am 28. und 29. August 2004 eingeweiht.

Der Standort des Altvaterturmes ist 300 m Luftlinie in nördlicher Richtung vom Standort des ehemaligen Bismarckturmes entfernt.


Links:

Fotos Einweihungsfeier

www.altvaterturm.de (Webiste des Altvaterturm-Architekten Kurt Weese)